Die Wälder
Das Parkgebiet ist bis zu 39% von Wäldern bewachsen. Das ist ein guter
Prozentsatz, höher als der europäische Mittelwert und dazu bestimmt
erhalten zu bleiben und sich eventuell auch zu vergrößern, dank der
Eingriffe der Parkverwaltung.
In der Vergangenheit hat diese Erbe (des Waldes) hohe Verluste erfahren,
um Platz für Weideflächen zu schaffen.
Die Wälder des Parks sind aus gemäßigt abfallendem Baumbewuchs gestaltet,
die hier häufigste vorzufindende Baumart ist die Buchenwälder, die
Eichenwälder und die Zerreichenwälder.
Nicht ganz so häufig ist das Vorkommen der Steineiche, die oft an den
Steilhängen zu finden ist, wo ein besonderes Mikroklima vorherrscht.
Neben ihnen finden wir sehr häufig auch den Schwarzkiefer, die dank des
Gesetzes von 1933 wieder aufgeforstet wurden.
Auf einem Berggürtel von 800 bis 1800 m über dem Meeresspiegel überwiegt
die Buche, die bis zu 69% des Waldbestandes einnimmt. Die Buchenwälder
bilden einen sehr dichten Wald und auch das Unterholz in diesen lässt
fast keine andere Vegetation zu.
Oft setzt die Blüte von anderen Pflanzenarten vor dem beginnenden
Wachstum der Triebe und Blätter der Eichen ein, um das wenige Licht
auszunützen welches durch den Wald scheint, tatsächlich finden wir hier
einen großen Teil der Geofiten.
Am Rande der Wälder und deren Lichtungen wachsen der gewöhnlichen
Goldregen, die Päonien, die Lilien und andere heliophile Arten.
Die weiten Wälder des Parks beherbergen eine beachtliche Zahl von Arten
mit hohem faunistischen Wert. Einige von ihnen sind besonders wichtig
und Prioritätsarten nach den Gemeinschaftsdirektiven. Da ist der
Alpenwolf, der Braunbär, zusammengefasst Tiere die diese unberührten
Flächen als Zufluchtsort benutzen.
Der ältere Baumbestand bedeutet einen idealen Platz für Wiesel,
Siebenschläfer oder Katzen wie z.B. die Wildkatze. Auch sind hier
seltene Vogelarten anzutreffen, wie der Mittelspecht und der
Witrugspecht, beides Arten die auf einen hohen naturalistischen Wert
hinweisen.
Klein aber von nicht weniger großer Bedeutung sind die Kleinsäuger, wie
die Gelbhalsmaus, die Rötelmaus und die sehr seltene Waldspitzmaus. Auch
diese bevorzugen gut entwickelte Wälder.
Unter besonderen Umweltbedingungen kann man die Eibe direkt mit
Eichenwäldern in Verbindung bringen, eine Spezies die auf der tertiären
Eiszeit zurückzuführen ist und die die quaternäre Eiszeit überleben ist.
Auch die von Menschenhand erzeugten Pinienwälder beherbergen
verschiedene Arten von Säugetieren, die sich von den Samen der
Pinienzapfen ernähren, unter ihnen das Eichhörnchen, verschieden
Vogelarten , der Specht, Meisen und der Fichtenkreuzschnabel.
In der Vergangenheit in den niedrigen lagen bereiteten sich die
Flaumeichenwälder auf der ganzen Hügelkette des Parks aus.
Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch die Ausbreitung der Wälder
vermindert, aber heute beginnen sie sich wieder zu erholen und ihren
Platz zurückzuerobern, dank des Verlassens der Gebiete. Somit werden sie
wieder ein wichtiger Bestandteil des Forstes, produktiv und reich mit
Schwerpunkt auf der Floristik.
Diese Wälder zeichnen sich durch ein dichtes Unterholz aus, wo wir der
Besenginster, der Schlehdorn und die Lianen, unter ihnen der Efeu, die
Echte Waldrebe, die Sarsaparille und der Geißblatt finden.
Das Vorhandensein von Eicheln stellt ein wertvolles Nahrungsmittel für
die Tiere dar, wie z.B. der Wildschweine.
Diese Gebiete werden auch häufig von anderen Huftieren besucht, wie
Gämsen und Hirsche, die es vorziehen den Winter dort zu verbringen.