Parco Nazionale della Majella - Abruzzo, Italy - Official Web Site
logo Parco
Startseite  |  Ausschreibungd  |  Vendors List  |  News aus dem Park  |  Kontakt  |  Karte  |  Links  |  Suche |   normal text medium text big text

Die Feuchtgebiete

Trotzdem der Park reich an Wasser ist, gibt es gesamt gesehen nicht sehr weitflächige Feuchtgebiete.
Das Kalkgestein aus welchem die Berge gebildet sind ist typisch für das Phänomen der Karsterscheinungen.
Ein guter Teil des Regenwassers und der Schneeschmelze infiltriert und fließt unterirdisch zusammen, um dann unterhalb von den großen Erhebungen, aus zahlreichen Quellen hervorzusprudeln.
Deswegen spielten die Feuchtgebiete mit ihren Wildbächen, Flüssen und jahreszeitbedingten Seen eine Schlüsselrolle für die Pflanzen- und Tierwelt des Parks, hierbei besonders für die Wildvögel.
Vom ökologischen Gesichtspunkt aus gesehen, die Flüsse stellen Haus, Refugium, Ruhepunkte, Wasserressource für eine große Anzahl von Tieren dar.

Es scheint fast wie zum Trotz nur kleine Ausbreitungen und zu unserer Überraschung eine vielfältige und abwechslungsreiche Fauna und Flora zu beherbergen.
Das Herz des Parks welches von dem Orta Fluss durchquert wird, dieser hat seinen Ursprung im Passo San Leonardo und fließt das ganze Tal entlang, das den Majella vom Morrone trennt, um dann mit dem Pescara Fluss zusammenzufließen.
Dieser umspült im Nordwesten seine ihn sich umgebenden Gebiete, reich an klarem Wasser und Fischgehalt und zusammen mit dem Orfento, ist es eine Art fließendes Habitat, ideal für den Fischotter.

Im orientalischen Teil des Parks, der sich zu den Tälern des Aventino Flusses wendet, dessen Quellen sich im Schutzgebiet befinden, bei Capo di Fiume.

Wegen der besonderen hydrogeologischen Situation sehen wir, dass die Wasser des Flusses von weiter herkommen, und zwar aus dem Karstbrunnen der Hochebene von Santa Chiara.
Andere Flussläufe haben eine gewisse Bedeutung, der Foro Fluss (östlich) in der Gegend Pretoro und der Vella Fluss, er entspringt im Zentrum des Parks und umspült die Stadt Sulmona.
Einer Erwähnung würdig sind die Gebiete, wo das Wasser von den Wänden tropft und sich auf den Steinen ansammelt und dort die Moss- und Farnbildung fördert.

In der Nähe dieser Gebiete und der Wasserfälle können sie die Bildung von mehr oder weniger festem Travertingestein feststellen.
Es handelt sich hierbei um eine Gesteinsform, die sich durch Niederschlag von Kalziumkarbonat entwickelt, welches aus dem Verlust von Kohlendioxid in Wasserlösungen entsteht. Es entsteht ein Austausch von Gasen wie man es bei Wasserfällen antrifft.
Die Verminderung von diesem Gas wird erleichtert durch die Wirkung einiger Pflanzenarten, besonders Moos von Cratoneurion, welche aus dem Wasser Kohlendioxyd aufnimmt, hierbei findet auch eine Fotosynthese statt.

Der Kalk wird so in dem Moos und anderer Pflanzen abgespeichert und durch die Abtragung der organischen Zusammensetzungen entsteht ein Leerposten, der durch nicht ersetzt wird.
Genau deswegen hat das Travertingestein viele Höhlungen in seinem Inneren, bis sogar hin zu Abdrücken von Pflanzen und Ästchen.
Typisch für das ständige Tröpfeln des Wassers von den Gesteinswänden ist der Wachstum des Alpen Fettkraut, welche sich nur im Gebiet des Majella finden lässt, eine fleischfressende Pflanze mit glitschigen Blättern und sich durch Insektenfang ernährt.
Der Boden in dem sie wächst ist relativ Nährstoffarm, besonders an Stickstoff, deswegen musste die Pflanze einen Ausweg finden, um sich ernähren zu können und das Fehlen dieser wichtigen Elemente zu ersetzen.

Eine gewisse Wichtigkeit in dem Sektor der Feuchtgebiete (gelegen in Quarti, südlich), haben die Karstengesteine der Hochebene, die durch die Durchquerung des Flusses Vera charakterisiert werden, welcher dort in einen Karstbrunnen stürzt.
Im Frühjahr wenn die Schneeschmelze eintritt, bilden sich jahreszeitlich bedingt Seen, die sich im laufe der Jahreszeiten in mesophilen Grassteppen mit reichlich Narzissenfeldern und Hahnengewächsen.
Wo sich längerandauernde stehende Gewässer bilden, finden wir Magnocariceten, es handelt sich hierbei um eine Reliktvegetation der Eurosibirien, sehr verbreitet in vergangenen Zeiten, als das Klima noch feuchter und wärmer war, diese unterschieden sich sehr von verschiedenen einigen sehr raren Kalkarten.
Die Gegenwart von überschwemmten gebieten, erlaubt der wandernden Fauna, ein innehalten in ihren langen Überquerungen.
Nicht selten kann man hier die Rohrweihe, der Bruchwasserläufer und Schwäne beobachten.

 

 

Lupo - foto F. Chiavaroli

 

Passo S. Leonardo - foto G. Galetti

 

Passo S. Leonardo, Crochi - foto G. Galetti

Parco Nazionale della Majella - S.Leg.: Guardiagrele (CH), S.Op.: Sulmona (AQ) tel 0864/25701 fax 0864/2570450 info@parcomajella.it | PI 01815660699