Die fauna
Die 1000jährigen ergreifenden und zerstörerischen Aktionen des Menschen
haben zur kompletten Vernichtung der Wildgrasfresser im Gebiet des Majella
geführt und zu extremer Seltenheit der in den Randgebieten des Parks
bestehenden wertvollen Fauna.
Das letzte Exemplar der Gämse im Bergmassiv wurde im 19. Jahrhundert
abgeschossen, ebenso wie das Reh und der Hirsch.
Der Bär bis auf wenige Exemplare reduziert, hat es trotz allem geschafft
unter bedenklichen Bedingungen allerdings nur in den undurchdringlichen
Wäldern des Parks zu überleben, sowie der Otter.
Nur der Wolf ist dank seiner Anpassungsfähigkeit der Vernichtung entgangen,
hauptsächlich wegen des Überflusses an Nahrung (die Abfälle des Menschen in
den umliegenden bewohnten Randgebieten).
Dank der Anerkennung, der Bewohner der des Parks umliegenden Gebiete, der
Bewahrungskultur und die beachtliche Arbeit der Forstbeamten des
abruzzischen Nationalparks, des WWF ITALIA, des italienischen Alpinclubs und
verschiedenen anderen Gemeinden, wie Lama di Peligni, Palombaro, Fara San
Martino, Sant’Eufemia a Majella und der Aktionen der Parkverwaltung, hat
sich die Situation drastisch ins positive gewendet.
Der Hirsch und das Reh, bevölkern heute fast alle Waldflächen und Lichtungen
des Parks mit ca. 150-100 Individuen.
Die Gämse ist wieder unbestreitbarer Herrn der Gipfel und Weiden in den
Hochebenen, wo es gegenwärtig mit circa 130 Exemplaren lebt und sich regulär
reproduziert.
Der Braunbär mit 15/ 20 Exemplaren ist aus jeder ecke des Parks gemeldet.
Der apenninische Wolf gegenwärtig mit circa 30 Exemplaren, wegen des
Überflusses an natürlicher Beute, hat die Abfallhalden vergessen und ist zu
seinen natürlichen angeborenen Jagdmethoden zurückgekehrt.
Der Fischotter, das exklusivste Tier des Parks, ist an dem Ufer des Orfento
und der Orta Flusses gemeldet, sporadisch hält er sich auch im Vella und
Aventino Wildbächen auf.
Die Waldgebiete des Parks, heute einer genau kontrollierten Politik
unterzogen, mit einer rationalen Benutzung der Waldressourcen, beherbergt
der Wildkatze, der Marder, der Steinmarder, das Wiesel, der Iltis, der
Weißrückenspecht, der Wespenbussard, der Habicht und viele andere Arten,
unter ihnen auch besonders seltene Amphibien, wie die Gelbbauchunke, der
Alpensalamander und der noch seltenere Brillensalamander.
Die unebenen und weiten kalkhaltige Täler, typisch für den Majella, gründen
eine ideale Zuflucht für den Königsadler, die Dohle, die Alpendohle, den
Mauerspecht, den Wanderfalke und den seltenen Lannerfalk.
In den Höhenlagen im Kontakt mit der majestätischen Endlosigkeit, in der
Umwelt der Bergkieferwälder und Weiden leben unter all den vielen Arten auch
die seltene Wiesenotter, der Schneesperling, die Himalaja-Braunelle, der
Schneemaus.
Eine Seltenheit für den Majella und exklusiv hier lebt der
Mornellregenpfeifer, für diesen sympathischen Vogel stellt dieser Park in
ganz Europa zusammen mit den Alpen die letzte Zufluchtstätte dar.
Wie ein Gemälde ist der Majella, geschminkt mit den Farben der
Schmetterlinge, die mit fast allen in Italien vorherrschenden Arten der
Tagesfalter hier gegenwärtig sind (116 zu 131) und Nachtfalter (bis zu 700).
Viele nur in diesem Park vorkommenden lebenden Insekten, wie der Silberne
Grünrüssler der sein leben eng mit den hier bestehenden Buchenwäldern
verbunden hat und die Maulwurfsgrille in den weiden der Hochebenen zu finden.
BESUCHENSWERT:
Die faunistische Zone des Wolfs in Pretoro, die faunistische Zone des Rehs
in Serramonacesca, die faunistische Zone des Hirsches in Gamberale, die
faunistische Zone und das Museum der Gämse in Lama dei Peligni.