Die Abruzzische Gämse
Die Apenninische Gämse (Rupicapra pyrenaica ornata) ist ein Relikt der
Eiszeit, ursprünglich aus Asien kommend und während der letzten Eiszeit
isoliert geblieben. Dies unterscheidet sie von der Alpen-Gämse und macht sie
zu einer der geschätzten Tierart der Majella.
Die Gämse hat den Vernichtungsfeldzug des Menschen überlebt, nur innerhalb
des Nationalparks der Abruzzen gab es lediglich zwischen 10 und 30 Exemplare,
und jetzt bewohnen sie wieder unsere Berge dank der Aktivitäten einer
Wiedereinführung unter dem Namen "Operation Gämse", die von WWF Italia und
dem Nationalpark der Abruzzen durchgeführt wurde; heute haben wir
glücklicherweise dieses großartige Tier, das als schönste Gämse der Welt
betrachtet wird.
Die Apenninische Gämse ist immer noch der Gefahr einer Ausrottung
unterstellt, denn sie lebte sehr lange genetisch isoliert, was zu einer
niedrigen genetischen Variabilität geführt hat.
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Erkennungsmerkmale |
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Die Apenninische Gämse gehört zur Familie der Boviden (Hornträger).
Sie zeichnet sich durch gebogene knöchrige Hörner aus, sowohl
beim Männchen, als auch beim Weibchen; die Hörner fallen nie ab,
aber wachsen jährlich gleichmäßig. Das Fell ist im Sommer hell
und im Winter wird es dunkelbraun mit einem weißen Fleck am Hals
und zwei dunklen Streifen an den Seiten; dadurch kann man ihn
von der Alpengämse, ihrem engsten Verwandten unterscheiden. |
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Verhalten |
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Sie lebt allgemein in Gruppen, die aus Weibchen, jungen
Rehböcken und Kleinen bestehen. Die ausgewachsenen Gämsböcke
führen hingegen ein Einzelgängerdasein und sie nähern sich den
Weibchen in der Paarungszeit (meist Mitte Oktober). Das
Austragen der Jungen dauert ungefähr 23-24 Wochen und Ende Mai
bis Juni werfen die Weibchen. |
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Ernährung |
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Sie ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich von Kräutern und
Gräsern, die auf den Wiesen der Hochlagen wachsen, sie
bevorzugen dabei den Klee "Festuco Trifolietum thalii", eine
Pflanzenart, die sehr proteinhaltig ist, vor allem in der Zeit,
wenn die Jungen abgestillt werden. |
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Lebensraum |
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Im Sommer lebt sie über 1700 m Höhe in felsiger Umgebung mit
steilen Felswänden und dazwischenlegenden Wiesen, im Winter
dagegen kommt sie in die darunterliegenden Wälder herab. |
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Spuren ihrer Anwesenheit |
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Kot, der sich aber kaum von anderen Huftieren unterscheidet. |
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Sichtung |
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Es ist ein Tier, das schwer zu sichten ist, da es sich in hohe
Gebirgszonen flüchtet; wenn man es beobachten will, sollte man
sich in das Tierschutzgebiet von Lama dei Peligni begeben, wo
sich eine Gruppe von 9 Gämsen befinden. |
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Lebensdauer |
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10-15 Jahre und vielleicht mehr. |
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Verfasserin: Dokt. Mirella Di Cecco
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Die Gämsen im Majella Nationalpark und ihre Wiedereinführung (Dauer 1'27").