Parco Nazionale della Majella - Abruzzo, Italy - Official Web Site
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Geschichte

Die Majella ist reich an historische, archäologische und architektonische Tatsachen, obwohl sie sich in finsterer Wildnis befindet. Das Gebiet war schon in der Altsteinzeit -Paläolithikum (vor 800 000 Jahren) vom Urmensch bewohnt. Es handelte sich dabei um den Homo Erectus im Altpaläolithikum (Ältere Altsteinzeit), und den Sapiens Neanderthalensis im Mittelpaläolithikum (Mittlere Altsteinzeit). Etwa vor 35 000 Jahren erscheint zum ersten Mal in diesem Gebiet der Sapiens: es ist im Beginn des Jungpaläolithikum (Jüngere Altsteinzeit). Dies ist die Zeit wo sich der Mensch als Jäger und Sammler beschäftigte; er ernährte sich von gesammelten wilden Früchte und Beeren, jagte das Wild und baute einfache Werkzeuge mit Materialen die in der Natur verfügbar waren. Historische Beweise dafür wurden in der Ausgrabungsstätte von Valle Giumentina, Grotta degli Orsi e Grotta del Colle gefunden.
 

Neolithikum - Jungsteinzeit

Im Neolithikum (zwischen 6600 und 4500/4000) siedelten sich Bevölkerungen vom Balkankreis an. Zwischen den beiden Bevölkerungen entstand ein enge Beziehung und es vollziehen sich wichtige Neuerung an der ehemaligen Jäger-Sammler Gruppen: Übergang zum Bauerntum. Es änderte sich hauptsächlich das Zusammenleben: die entstehenden Großfamilien siedeln sich in Dörfern: anstatt in Höhlen, man lebte in “halbvergrabene Hütten die im Freiem nebeneinander lagen”. Die Höhlen wurden als Sakralstätte für Toten (Grabenkammer) und Götterkulte benutzt. In dieser Zeit entwickelte sich neben dem Ackerbau auch das Viehzucht (Schaf, Ziege und Rind). Das Bauerntum wurde nicht in intensiver Form getrieben, aber nur in häuslicher Form; es ist nicht mit dem heutigen Viehzucht und Ackerbau zu verwechseln.
Diese Zeit datieren die frühesten Menschenfunde in Fonti Rossi di Lama dei Peligni, 1914: der Majella Urmensch. Es handelt sich dabei um einen frühmediterranische, langköpfige (dolichozephal) Gruppe von südosteuropäischer Herkunft, Donaugebiete. Von dieser Bevölkerung kennt man Heute verschiedene Ansiedelungen (Dörfern) und Sakralbauten in denen wichtige Funde erfolgten. Kunstvollen farbigen Keramik Artefakten wurden für das Kochen und Konservierung von Speisen, und um Saat zu versorgen. In vielen Orten (Höhle des Mortaio, Buco Maledetto und Gatto in Bolognano; Unterschlupf Pineta di Lama in Peligni; am Fuße des Morrone, oberhalb der Einsiedelei von Sant’Onofrio und in Busciara, Pacentro) findet man rote Höhlenmalerei. Eine kleine weibliche Göttinfigur aus Ton wurde in Fonti di San Callisto gefunden, und man hält es als Gottesbild der "Mutter Natur".
 

Kupfersteinzeit (Chalkolithicum, Äneolithikum)

In der Kupfersteinzeit, besser gesagt in der Chalkolithicum oder Äneolithikum Zeit (zwischen 4300 und 2000), erreichen das Majella Gebirge viele kleine Gruppen. Der Kulturaustausch und die Bevölkerungswachstum bildet sich die Hochkultur; eine Aufgliederung in verschiedene Berufschichten der Bevölkerung, und damit die Bildung einer differenzierten Gesellschaft. In diesem Gebirge verbreitet sich hauptsächlich die Schafzucht. Es handelt sich dabei als eine richtige große Zucht, wie die Fundorte Höhle von Grotta dei Piccioni in Fonte d’Amore - Sulmona und in der Ortschaft von Busciara in Pacentro beweisen.

Die Kupfersteinzeit unterscheidet sich nicht deutlich von der darauffolgende Bronzezeit, die im 1000 v.Chr. endet; viele Funde der Kupfersteinzeit (in den Orten von Tocco da Casauria, Bolognano, Caramanico, Serramonacesca, Pretoro, Rapino, Pennapiedimonte, Fara San Martino, Rivisondoli, Pacentro) gehören auch zur Bronzekultur: keramische Artefakte (Töpferei verschiedener Form und Funktion), Metallgegenstände aus Bronze (Schwert, Dolche, Beil, Lanzenspitze, Skulptur) und viele schwarze Höhlenmalerei auf Felsen und Höhlen. Im Parkrand der Majella im Stadtbezirk Tocco da Casauria wurde ein wichtiger Fund gemacht: ein Dorf, dass von der Kupfersteinzeit bis zur Eisenzeit (X-XI Jahrhundert v. Chr.), die Materialen und Artefakten stammten von der Region Lazio (das Gebiet liegt auf der zukünftigen Handelsweg, Via Tiburtina-Valeria-Claudia). Dies beweist die starken Handelsbeziehungen mit nahestehenden Bevölkerungen, eine Besonderheit der Hochkultur.
Ab der Späte Bronzezeit bis zur Eisenzeit (1000 – 550 v. Chr.) ist die Schafzucht zu einer der wichtigsten Wirtschaftsformen.

Da das Weideland und die Güteraustausch sich in der Apenninische Gebirgskette befinden, bezeichnet man diese Kultur „Apenninsche Kultur“. Am Anfang der Eisenzeit wanderten eine Reihe indogermanischer antiker Völker und Stämme von Norden her über die Alpen nach Italien in den Apenninen. Es bildet sich eine neue Gesellschaft, die Italiker.

 

 

Tholos - foto PNM

 

Eremo di S. Bartolomeo - foto PNM

 

San Tommaso - foto PNM

 

 

 

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