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Italische Kultur

Die entstehende Großfamilien siedeln sich in befestigte Dörfern, umschließt von einer megalithische Mauern (IX - VI Jahrhundert v. Chr.). Diese Befestigungen dienten für die Überwachung der Almweiden, der Gebirge und die Eingänge der Stadt. Viele Funden im Zentralmassiv beweisen diese städtische Kultur: vom Rand des Becken Conca di Sulmona (Monte Mitra; Colle delle Fate) bis zu den nördlichen Tälern (Colle Civita in Roccamorice; Civita Danzica in Rapino), Tal von Aventino (Lettopalena, Lama dei Peligni, Montenerodomo), auf den Hochebenen und weiter hoch (in der Ortschaft Quarto del Mulino in Pescocostanzo; Rivisondoli, Serra Castellaccio; Roccaraso, auf den Weg Via della Carrozza; und die Mauer das die Castel di Sangro Festung umschließt).
Im Gebiet der Majella hat man, in den folgende Jahrhunderte - zwischen 550 v. Chr. und VI Jahrhundert n. Chr., einen graduellen Übergang von einer gesellschafspolitische zu einer republikanische Gemeinschaft (toutas).

Aus den vielen archäologischen Fundstücke, Epigraphik und Dokumente von römische Historikern, kennt man sehr gut die Völkern der italischen Kultur: Peligni, Marrucini, Carricini und in einigen Hochebene-Landstreifen, die Pentri. Rund um dem Majella Zentralmassiv erheben sich die wichtigsten Städte dieser Völkern: Corfinium, Sulmo, Interpromium, Cluviae, Iuvanum, und für die Pentri, Aufidena (bekannt in ihrer lateinischen Namen). Zu der Italischen Kultur gehören viele wichtigen Einsiedeleien; Ercole Curino am Fuß des Morrone, die Eremitage mit den vielen Tempeln westlich von Cansano und viele mehrere in den nördlichen Tälern (Santa Maria di Arabona, San Tommaso di Caramanico, usw.). Die Religion bestand hauptsächlich aus das Glauben an Herkules, Vorbild für tugendhaftes Verhalten und für den vorbildlichen Mut. Viele italischen-römische Bronzeskulpturen aus diesem Gebiet (viele kommen aus dem Votiv-Schränkchen von St. Thomas) stellen Herkules dar. Die hervorragende Bronzeskulptur Ercole Curino (befindet sich im Archäologischen Museum von Chieti), wahrscheinlich ein Lisippo Meisterstück, wurde in Griechenland gekauft und dann (im 1. Jahrhundert v. Chr.) dem Heiligtum beim Händler Marco Attio Peticio geschenkt.

Ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurden diese Völkern von den Römern erobert. Es ist daher sehr schwierig die Italische Kultur ohne den Einfluss der römischen Kultur zu studieren. Die letzte Entgegensetzung zu Rom fand zwischen 91 und 88 v. Chr. statt. In diesem “Sozialkonflikt” wurde Corfinum, mit den Namen Italica (oder Italia oder Italicum), die Hauptstadt der Verbündeten die sich Rom entgegensetzten.

Die italische Städte gewinnen unter den Römer an Bedeutung. Das neue Strassen/Verkehrsnetz und die intensive Schafzucht auf den hohen Weiden forderte die Entwicklung der Städte. Zur dieser Zeit bezieht sich das berühmte Basrelief das in Sulmona aufgefunden und aufbewahrt ist (in das 1. Jahrhundert v. Chr. datierbar); es wird eine Schafzucht und der Transport von landwirtschaftlichen Produkten dargestellt.

Die Vereinigung der Länder durch die Römer ermöglichte die Realisierung der Horizontal Transhumanz: in der römischen Zeit wurde das Trift–Netz (die sogenannten Calles, und Callitani wurden die Schäfer genannt) festgelegt und bis zum Anfang dieses Jahrhundert benutzt. Ein sehr wichtiges römisches Werk, ist das Bauen von Verkehrsstraßen. Die Haupt-Verkehrsachse war Tiburtina – Claudia – Valeria, es verbündete Rom mit Hostia Aterni (Pescara) über Alba Fucens, Corfinium, Interpromium und Teate. Diese Querstraße kreuzte sich mit der Längsstraße nördlich von Claudia Nova. Der nördliche Teil der Längstraße ging von Amiternum nach Interpromium, der südliche Teil von Corfinium in Richtung Aufidena durch Sulmo und Templum Jovis Larene (wie in der Tabula Peutingeriana angegeben, wurde dieser nördliche Teil der Längstraße seit kurzer Zeit als das Tempelkomplex westlich von Casano in Richtung Sant’Antonio Pass identifiziert). Von Sulmo aus ging ein zweiter Weg in Richtung Morrone und San Leonardo Pass, um in dem Tal Valle d’Orta zu gelangen und Interpromium zu erreichen.
Die römische Vici und Pagi entstanden grundsätzlich um das Massivgebiet der Majella, wie die Toponomastik beweisen, zumindest im spätem römischen Reich, wie zum Beispiel Bolognano, Scagnano, Trovigliano, Cusano, Flagiano, Arcessano (aus fundum Belonianum, etc.) alle im Niedertal Orta und Lavino. In diesem Gebiet entwickelte sich das Gips, Bitumen (lat. für Erdpech) Bergbau (es wurde eine Bitumenplatte in Lettomanopello gefunden, das im 1. Jahrhundert n. Chr. datierbar ist, mit der Aufschrift eines Namens. Es handelt sich dabei, sehr wahrscheinlich, um den Namen des Bergbauauftragnehmers).

Im 4. Jahrhundert n. Chr. begann die Christianisierung, zumindest im Peligno Gebiet. Danach folgt die Ausbreitung des Christentums bis in den hohen Bergen, wie die Funde im ehemaligen heidnischen Kultstatt Cansano beweisen.

 

Tholos - foto PNM

 

Eremo di S. Bartolomeo - foto PNM

 

San Tommaso - foto PNM

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