Parco Nazionale della Majella - Abruzzo, Italy - Official Web Site
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Einordnung des Gebietes

Der Majella Berg, Vater der Bergen nach Plinius der Alte, Mutter der Bergen nach den Einwohnern der Abruzzen, ist eine hohe, wilde und imposante Berggruppe und die von Rechts wegen ein Teil des weltlichen Erbes der Nationalparks geworden ist. Nach jahrzehntelangen erbitterten Kämpfen, dank des am 6.Dezember 1991 eingeführten Gesetztes n. 394 und des Dekrets vom Präsident der Republik des 5.Juni 1995, wurde die Parkverwaltung gegründet.

Geographisch bildet es sich aus 4 großen orographischen Besonderheiten: der Majella, großes und kompaktes Kalkmassiv, der Morrone, der Porrara und die Monti Pizzi, mit ihren karstigen Tälern und Ebenen, die sich dazwischenschieben.
Es ist ein Nationalpark, der wegen seiner geographischen Position (ganz im Herzen des Mittelmeeres), seiner Härte, Weite und Großartigkeit (mehr als 60 bergige Erhebungen, von denen 30 die 2000 m Grenze übersteigen und unter denen wiederum die folgenden herausragen: Monte Amaro mit 2793m, der 2.Gipfel des Apennins; Monte Acquaviva mit 2737m; Monte Focalone mit 2676m; Monte Rotondo mit 2656m; Monte Macellaro mit 2646m; Pesco Falcone mit 2546m, Cima delle Murelle mit 2598m), für die klimatische Rauheit und Veränderlichkeit ist er sicherlich einzigartig in seiner Art. Er umschließt weite Gebiete (widelands), die mit ihren besonderen Aspekten von wilder Natur (wildland), einen großen Teil des wertvollen und seltenen nationalen Erbgutes der Biodiversität auf europäischen und weltumfassender Bedeutung darstellt.

Das Angrenzen an den Nationalpark des Gran Sasso und Monti della Laga und an den Regionalpark des Sirente Velino verleiht dem Park eine hohe ökologische Bedeutung, vor allem in Bezug auf die Lebensbedingungen der vom Aussterben bedrohten Tierarten und vor allem auch bei der Suche nach neuen Lebensgebieten in ökologisch unversehrten Zonen.

La Majella besteht aus mächtigen Kalksteinen, die vor 5 Millionen Jahren aus der Tiefe des alten Meeres genannt Totide hervorgegangen sind, wo sie sich in den letzten 100 Millionen Jahren angesammelt haben. Diese sind aus den Ablagerungen von Skeletten der Meereslebewesen entstanden. Es ist charakterisiert durch eine Serie von großen Bergplateaus, sanfte Abrundungen, die wegen des Effekts der tausendjährigen Aktivität der Gletscher entstanden sind. Die Gletscher waren hier während der verschiedenen Eiszeiten weit ausgebreitet und sehr aktiv.
Sowie hier sind sie in keinem anderen Teil des Apennins anzutreffen, hieraus ist das Vallone di Femmina Morta mehr als 2500m Höhe hervorgegangen, mit langen und kargen Talmulden, welche die Gebirge von Kopf bis Fuß durchfurchen.
Das Vallone dell Orfento, eingeschnitten von dem gleichnamigen Fluss, reich an Wasser und Buchenwäldern.
Das Valle del Foro geformt von dem Fluss Foro, auch dieser reich an Wasser und Buchenwäldern, einer der am besten erhaltenen des ganzen Parks. Es ist das natürliche Habitat von seltenen und wertvollen Tierarten wie z.B. der Witrugspecht, der Habicht, der Halsbandfuchs und der Königsuhu.
Vallone di Selvaromana, in der Gemeinde von Pennapiedimonti; Valle delle Mandrelle-Valle di S.Spirito in der Gemeinde von Fara San Martino; Vallone di Taranta mit der wundervollen und berühmten Höhlen von Cavallone.

Der Orta Fluss, der die Wässer eines großen Beckens sammelt, teilt mit einem großen Tal, welches tief in die Länder der Gemeinde von Bolognano und San Valentino einschneidet, so tief um einen echten Canyon zu bilden, das Massivgebirge des Majella vom Morrone. Dieses Tal ist ein enger und langer Bergrücken, kompakt und gleichzeitig karg aus kalkhaltigem und dolomitischem Gestein, welches in Sulmona endet, zwischen steinigen abschüssigen Steilwänden.

Im Süden, am Fuß des Monte Pizzalto sind die wunderschönen kalkhaltigen Ebenen, als Altipiani Maggiori d’Abruzzo oder als Quarti bekannt (Santa Chiara, Barone, Grande e Molino), und die sich in einer Höhe von 1250m über dem Meeresspiegel finden.
Sie bilden ein Scharnier mit den Gebieten von Monti Pizzi- Monte Secine, eine mergelige und tonhaltige Kette ebenfalls eng und reich bewaldet mit Buchen, italienischen Ahorn und verschiedenen anderen Spezies.

Die Präsenz von weiten und gut erhaltenen und sich ausstreckenden Mischwäldern, vereint mit dem Wasserreichtum und dem daraus entstehenden Reichtum aus ökologischen Nischen, gibt den Monti Pizzi die Funktion als Scharnier zusammen mit dem Nationalpark d’ Abruzzo, die bilden ein idealer Schutztort für die seltenste und wertvollste Fauna des Parks, des Landes und der ganzen Europa.

Nicht zu vergessen und unbedingt einen Besuch wert:
Grotta del Cavallone oder della Figlia di Iorio im Vallone di Taranta Peligna, mit ihren schönen Stalaktiten und Stalagmiten; Grotta dei Piccioni (Taubenhöhle) im Valle dell Orta, wichtiger archäologischer Sitz, der bis in den Neolitikum zurückreicht; Grotta Del Colle in Rapino, Kalksteinhöhle von historischer und archäologischer Bedeutung.


 

Mappe e cartine
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Monte Amaro - foto G. Marcantonio

 

Anfiteatro Murelle - foto G. Marcantonio

 

Canyons dell'Orta e dell'Orfento - foto Luchi

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